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ALSATIAN - Birth Control

Kein Meisterwerk, jedoch hörenswert

Hannes Vesper war seit 2000 festes Bandmitglied. Ende des Jahres verabschiedetet er sich jedoch schon wieder. Er mischte ja noch beim Xavier Fischer Trio mit. Die Auftritte mit beiden Band bekam er terminlich nicht mehr gestemmt. Außerdem arbeitete er noch als Tontechniker. Den Bass übernahm fortan Rainer Wind. Die Band hatte mit ihm schon Erfahrung, da er beim Debüt von Sascha Kühn am 13.03.1999 schon als Springer mit auf der Bühne stand. Hannes kehrte jedoch nach fast zwei Jahren wieder zur Band zurück.

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In der gewohnten Besetzung nun machte man sich daran neues Material aufzunehmen. Vermutlich in Eigenregie über Peter Engelhardt erschuf man so zehn neue Songs. Das Album erschien am 25.09.2003 über Roxxon Records.

Mit "Jump (For Your Live)" startet das Werk bedächtig. Kraftvoll und mit einer Menge Druck belegt zieht es den Hörer in seinen Bann. Auf einer schicken Bass-Line driftet das Stück. Peter und Sascha peppen es mit ihren Solos auf. 

 

"Rock The Road" folgt und besticht mit einem Tempowechsel. Radiotauglich präsentiert sich die Band in bester Spiellaune. Für diese Art von Stücken steht diese Band wie keine zweite. Interessant ist vor allem das kurze Rückwärts-Ende.

 

Bei "Raindrops" drückt Hannes Vesper in die Tasten. Das tat er schon einige Male Live, wenn der Keyboarder unverhofft ausfiel. Das betont langsame und auch längste Stück des Albums wird auch über die Länge von gut nun Minuten nicht langweilig. Richtig coole Gitarrenarbeit. Alles lädt zum Entspannen ein. Ohren spitzen und sich treiben lassen. Die Effekte sind Gewöhnungsbedürftig bilden jedoch ein unerwartetes Ende.

 

Sommerlich leicht wird es mit "In The City". Alles pulsiert verbunden mit einem Refrain, welcher sich einprägt. Wieder ein tolles Stück Musik und live ganz sicher der Brecher. 

 

Sascha zeichnet für den nächsten Song. "Julie`s Dream" ist ein gutes Stück anders als die anderen Stücke. Man spürt in dem ein wenig spacig anmutenden Song eine  kleine Prise Jazz. Letztendlich geht es doch in bester Bandtradition tüchtig ab. 

 

"Get You Down" ist düster und heftig. Es stampft und treibt sich an. Kein lockerer Genuss-Rock sondern schwerer Stoff wird über das Ohr ins Innere weiter geleitet. Diese Art der Mucke kennt der geneigte Fan. 

 

Mit dem Titelsong geht es weiter. "Alsatian" ist die mit Wehmut vorgetragen Klage über die Welt wie sie halt ist. Unvollkommen und nicht immer so wie man sie sich erhofft. Der Song geht ins Innere. Sein Rhythmus ist einfach und hat was ergreifendes an sich. 

 

Die heilige Predigt muss einen nachhaltigen Eindruck beim Bassisten hinterlassen haben. "The Reverend`s Holy Sermon" ist im Grunde ein Titel für ein cooles Solo von Hannes. Wieder hat man das Gefühl live mitzuerleben, wie er an den Strippen zieht bevor es fast nahtlos in den nächsten Titel übergeht. 

 

"Like Nothing Ever Changed" passt gut hier. Wieder lauschen wir einer sich langsam entwickelnden Melodie zu. Es wird trotz der gut achteinhalb Minuten nicht langweilig. 

 

Mit klassischer Gitarre geht es dem Ende entgegen. Poetisch und zerbrechlich erlebt man die Schönheit des Lebens. Nur die Unendlichkeit des endlosen Wassers umfängt den Hörer. "A Night Of It" ist zu Ausklang einfach genial und führt den Konsumenten behutsam aus dem Album.

 

Die auf CD erschienene Musik hinterlässt trotz wirklich guter Klänge nicht wirklich einen Nachklang. Das Album ist nicht so schlecht wie es hier Klingen mag. Das Hören der Musik mach durchaus Laune. Allerdings fehlen die Momente in welchem  die Band ausbricht. Alles läuft ein wenig auf Sparflamme. 

 

Die Leistungen der Mitwirken jedoch sind - wie immer - einfach spitze. Die Solos ergänzen die jeweiligen Titel und sind gut integriert. Nossi singt wieder toll. Die Musik ist durchaus gefällig und lässt sich prima oftmals hintereinander hören. Ein Prädikat, welches nicht jede Veröffentlichung für sich beanspruchen darf.  

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