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LIVE IN FULDA -Birth Control

Kein gewöhnliches Live-Dokument

Die Geschichte dieses Albums beginnt schon viele Jahre früher. Ein langjähriger Wegbegleiter und enger Freund vieler der Mitglieder begann Freude am Aufnehmen von Live-Musik zu entwickeln. Schon 1999 schnitt er den Auftritt in Lachendorf mit.

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Am 02.04.2004 trat die Band im Alten Piesel (einer Rock-Kneipe im Ortsteil Dirlos der Gemeinde Künzell) auf. Hierzu verwendete er einige Mikrofone welche er im Raum verteilte. Dieser Mitschnitt wurde letztendlich als offizielles Live-Album veröffentlicht.

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Über sein Projekt Wallbreaker wurde diese Scheibe schließlich vertrieben. Die ersten 1000 Exemplare wurden nummeriert verkauft. Heute sind diese nur noch schwer zu haben. Als Download kann das Werk jedoch auch heute noch käuflich erworben werden. 

 

„Are you ready“ fragt Nossi am Beginn der Aufzeichnung. "Rock The Road" ist einer der besten Titel vom aktuellen Album ALSATIAN. Live spürt man die Dynamik der Band wirklich gut. Das Teil schießt quasi ins Publikum. Ein fantastischer Start in den Abend. 

 

Mit einem Klassiker geht es weiter. "The Work Is Done" klingt trocken, wirkt kraftvoll. Peter braucht etwas und wirkt etwas unentschlossen. Das Stück wird kompakt weitergeleitet. Die kurze Improvisation am Ende lockert das Teil auf.

 

"Trial Trip" wird wirklich gut durch Nossi eingeleitet. Schwer schleppt es sich. Peter spielt sich nach dem ersten Teil wirklich toll ein. Sein Spiel wirkt wunderschön geschmeidig. Ein Genuss für alle Sinne. Er verpasst dem Teil einen irren Drive. Einfach eine coole Mucke. Die anderen Beteiligten runden das Klangerlebnis mit ihren Instrumentalen ab. Sie füllen aus und begleiten den Gitarristen. Das macht diese Band für mich aus.

 

Mit einem Stück vom aktuellen Album geht es weiter. Bei "Like Nothing Ever Changed" lauscht man entspannt und lässt sich durch das Stück führen. Wieder spielt sich Peter in die Ohren und die Herzen der Anwesenden. Er wirkt wahrscheinlich derart mächtig, da er das Vergnügen hat auf diesen superben Orgelteppich dahingleiten zu können. Zusammen mit dem Bass und den Drums eine tolle Begleitung. Auch wenn dieser Begriff dem Geleisteten nicht gebührt. 

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Weiter geht es mit dem Titelsong des zu bewerbenden Silberlings. "Alsatian" beginnt erneut nur spärlich instrumentiert. Hat sich der Stampf-Rhythmus erst bis zur Außengrenze der Felle durchgearbeitet verspürt man den Druck für eine Weile. Danach nehmen sich die Musiker wieder zurück. Es drückt der Bass bis sich Sascha‘s Orgel erhebt. Dem Publikum gefällt es. Sie wurden prima im Soundbild eingefangen. 

 

"Call Me" geht ab wie die sprichwörtliche Tüte Mücken. Das Teil vom Album JUNGLE LIFE schießt sofort ins Herz und in die Beine. Diese Band war immer eine Live-Band. Auf der Bühne sind sie die totalen Bringer. Leider wird dieser Song nicht als Spielwiese für tolle Improvisation ausgeweitet. Viel zu schnell endet es.

 

Direkt und ohne Einleitung bricht danach "Gamma Ray" über die in freudiger Erwartung verharrenden Feierwütigen her. Die Bretter des Bühnenbelages beben sicher genauso wie die wartende Masse am anderen Ende der Boxen. Unsterblich fest in Kopf und Herz verankert bannt sich das Werk seinen Weg. Bernd Noske ist für immer ein ganz Großer. Verhalten und dem Rhythmus folgend lässt er seine Sticks fliegen. Dann präsentiert er den unermüdlichen Hannes. Dieser setzt zum Solo an. Dieser Song war immer schon eine Jam-Nummer. Nossi preist auch Peter. Dieser zieht gewaltig an seinem Arbeitsgerät. Töne zum Weinen! Wieder ist die fette Orgel zur Untermalung zur Stelle. Warum spielt dieses Potential nicht in der Royal Albert Hall? Genau das fragt sich jeder der Ohren am Kopf hat. Verdammt das hätten sie verdient!

 

In die Verlängerung geht die Band mit "In The City". Gute sieben Minuten kracht es nochmal im Saal. Wenn die Masse nach dessen Ende des Titels aus dem Saal hinausströmt hallen sicher noch dem Einen oder Anderen ettliche Momente nach. 

 

Das Album ist ganz gewiss ein Volltreffer. Die Band ist in einer wirklich guten Verfassung. Die Form der Aufnahme trifft den Nagel auf den Kopf. Kann man eine Live-Aufnahme besser in Form bringen? Beim Hören der Aufzeichnung hat man das Gefühl mitten in der Masse zu stehen. In den leisen Abschnitten hört man sogar Worte aus dem Publikum. Das ist durchaus als Lob gedacht. 

 

Sicher direkt vom Master abgenommen kann man die Klänge in besserer Qualität festhalten. Die jubilierenden Fans kann man dann attraktiv drüber setzten.

 

Doch live aufzunehmen bedeutet mehr. Es soll die Atmosphäre im Saal wiedergeben. Der Hörer kann dann seine Augen schließen und sich die Musiker im Geiste vorstellen. Authentizität schlägt hier die Klangfülle eindeutig. Echte 

Fan-Ware also, kein beschönigtes Machwerk. Es verhält sich genauso wie auf dem Stempel des Covers beschrieben.

Bildschirmfoto 2026-06-07 um 21.09_edite
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