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Monsters Of Rock: Live At Donington 1980 - Rainbow

Ganz sicher ein Stück Geschichte

Paul Loasby war 1980 für`s Managment der Rainbow-Auftritte in England zuständig. Er wollte seiner eigenen Argentur auf die Beine helfen und plante ein großes Open-Air-Event. Rainbow war als Headliner vorgesehen. Ritchie hatte nichts dagegen. Cozy Powel schlug eine Autorennstrecke vor. Auf dem Gelände des Donington Parkt in Leicestershire wurde so das erste „Monsters Of Rock“ ins Leben gerufen.

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Ein puadrophonisches Lautsprechersystem wurde extra dafür installiert. Cozy Powell wollte nach diesem Konzert die Band verlassen. Er war schon seit längerem unzufrieden mit dem von Blackmore eingeschlagenen Weg. Einige Tage vorher testete er bei Proben seine Pyrotechnik und bließ bei dieser Gelegenheit das nagelneue Toninterieur über das Gelände. Eine neue Anlage wurde angeschafft, das Konzert ging über die Bühne. Es wurde in Bild und Ton mitschnitten. Das Feuerwerk erlebt man schließlich am Ende der Standard-Zeit. Es donnert deutlich wahrnehmbar aus den Lautsprechern des Hörers. 35000 Zuschauer waren zugegen.

Im Grunde beginnt alles mit einem Countdown. Brachial bahnt sich ein Donnerhall durch die Luft. Grace Garland bewundert den Regenbogen. Dann setzt die Band an. "Eyes Of The World" eröffnet den Abend. Graham klingt wirklich gut. Gleich hier drückt sich Ritchie gehörig breit durch die Lautsprecher. 

 

Üblich wäre in der Reihenfolge nun "Loves No Friends". Der Song fiel dem Anlass entsprechend hinten runter. Kraftvoll startet "Since You Been Gone". "Over The Rainbow" ertönt kurz bevor sich der nächste Song anschließt. 

 

Nun offenbart sich eine kleine Überraschung. "Stargazer" erhebt sich aus der jüngeren Vergangenheit. Nicht nur als kurzer Einspieler, sondern ausführlich wiedergegeben. Graham singt das Teil ganz ordentlich. An seinen Vorgänger kommt er jedoch nicht ran. So verliert das Teil ein kleines wenig an Druck. Ritchie hingegen treibt es unbarmherzig mit viel Liebe nach vorn. 

 

Auch "Catch The Rainbow" stammt aus der Dio-Ära. Dieser Titel wurde jedoch schon öfteren im fernen Japan ins Publikum geworfen. Über gut 12 Minuten spielt sich hier die Band in die Herzen der Zuhörer. Schwer zieht sich das Teil. Graham gibt sich Mühe und man merkt es manchmal beim Versuch die Höhen zu erwischen. Im Vergleich zu seinem Vorgänger fehlt ihm einfach die Bandbreite. Die Spielweise vom großen Halbgott mit der weißen Strato ist jedoch unerreicht. Gefühlvoll lässt er Erinnerungen aufleben. Sein Instrument klingt fantastisch, er gibt sich Zeit und kostet Effekte aus. Alles vor dem Hintergrund einer toll spielenden Band. Keine Minute ist langweilig. 

 

Mit "Lost In Hollywood" streben wir der nächsten großen Nummer entgegen. Don eröffnet mit einen kleinen Solo. Das beginnt mit mit einigen Takten von Tschaikowwsky`s "Nussknacker". Schließlich  spielt er "Toccata & Fugue In D Minor" (Johann Sebastian Bah) an. Im Grunde ist es das übliche Prozedere bevor der Song dann startet. 

 

Alles passt prima und ist der erste Teil erst verklungen zieht Ritchie gehörig an den Saiten. Ganz sicher ist es besonders wie Ritchie sein Instrument bedient. Man muss es sich ansehen um zu verstehen wie diese Klänge entstehen. Sein Solo endet mit dem bekannten Beethoven-Cover. "Difficult To Cure“ ist mehr als das. Hier in den ersten Versionen noch relativ bescheiden weitet es sich später als Imrpovisation der Extra-Klasse.   

 

Dann übergibt der Meister erneut an den Tastenbediener. Don Airey ist technikaffiner als manche andere vor ihm. Seine Solo wird nicht nur von der Hammond geprägt. Er bedient sich synthetischen Klängen und greift in verschiedenste Genre. Nicht wirklich schlecht, aber immer ein wenig befremdlich. Das Intro von "Smoke On The Water" findet kurz Verwendung. Auch ein kurzer Ausflug zu "Sailor's Hornpipe" ist zu hören. 

 

Direkt geht es dann in das Drum-Solo. Cozy`s letzter eigenständiger Betrag ist gewohnt druckvoll und dynamisch. Man hört nicht wirklich viel neues. Allein der Umstand seines Abschiedes macht es besonders. Wenn "1812 Overture" ertönt weiß der Geneigte, dass das Solo bald zu Ende ist.  Graham gibt dem Drummer nochmal einen schönen Abschiedsgruß. "Lost In Hollywood" lebt kurz nochmal auf und mit einem kurzen Feuerwerk ist der offizielle Teil beendet. 

 

Natürlich verlangen die Massen am anderen Rand der Bühne nach mehr! Das will eigentlich jeder Künstler. Die Band lässt sich nicht Lage bitten. Richtie zieht erneut an den Saiten. Kurz blitzt das gute alte "Lazy" auf. "All Night Long" folgt kurz darauf. Einen Übergang gibt es nicht. Graham feuert hier die Massen nochmals kräftig an. Als Opener des aktuellen Albums ein famoser Einstieg in die Zugabe. 

 

Mit dem guten alten "Blues" gleitet man in "Will You Love Me Tomorrow". Dieses Goffin/King-Cover passt gut zum Sänger. Weiter geht es dann zur letzten Nummer. "Long Live Rock 'n' Roll" schmettert auf die Anwesenden los. Ritchie zelebriert noch den flammenden Boxen-Tod und opfert noch das Griffwerkzeug. So verabschieden sich die Anwesenden. Ein versöhnliches Ende. 

Der Auftritt ist wohl wirklich nicht der Beste. Die Tour davor zeigte wildere und verheerendere Verläufe als dieser hier. Die durch den Herrn Blackmore im Vorfeld angekündigten Überraschungen blieben so auf ein Minimum beschränkt. 

 

Was natürlich in Erinnerung bleibt der Abschied des wohl besten Drummers der Band. Cozy Powell wird sich zukünftig mit anderen Größen des Rock-Geschäftes vergnügen. Er trommelte so eine Weile bei David Coverdale (Whitesnake). Auch bei  Jon Lord, Bernie Marsden, Graham Bonnet, Robert Plant, Gary Moore, Black Sabbath, Brain May, MSG und viele andere Bands brachte er sich ein. Viele Künstler profitieren von seinem Talent. Schließlich verstarb er am 05.04.1998 bei einem Autounfall. 

 

Die Veröffentlichung vom ersten Monsters Of Rock-Festival ist ganz sicher ein wichtiger Bestandteil der Musikgeschichte in Großbritannien. Eine Legende war geboren. Für Rainbow begann wieder einmal  eine neue Epoche. Bobby Rondinelli nahm auf dem leeren Hocker des Drummers platz. Graham Bonnet verabschiedete

sich in der frühen Fase der Aufnahme-Session zum nächsten Album.

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