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Tommy Bolin / Joe Satriani / Steve Morse / Simon McBride

Klitze
22. Feb.
2 Min. Lesezeit

Anfangs war es für die Fans schwer sich an Deep Purple zu gewöhnen ohne dem scheinbar verhexten Gitarrenhalsverdreher im meist schwarzem Gewandt. Ohne Ritchie’s Zauberhände schien es nicht wirklich zu gehen. Blackmore war es und wird es immer sein, der Held meiner Jugend. Genau wie es der Zauberer selbst erkennen musste, so sah ich es auch bald. Die Band war deutlich größer als er in Persona. Gleich vier andere Saitenverwöhner zeigten, dass auch Blackmore ersetzbar war.


Der erste, welche die schwere Last zu tragen hatte war Thomas Richard „Tommy“ Bolin. Er wurde am 01. August 1955 in Sioux City geboren. Als erster US-Amerikaner in einer ur-britischen Band stieß er im Mutterland der Rock auf Wiederstand. Völlig zu Unrecht wird dieser Teil der Band von vielen verachtet. Tommy war ein Genie und war zum Zeitpunkt seines Einstieges ein gefragter Musiker. Er konnte alles spielen, war zu allem bereit und verfügte über ein wahnsinniges Spektrum an musikalischen Fähigkeiten. Sein Lebensweg endete in einem Hotel am 04. Dezember 1976 in Miami. Seine Lebenskraft versagte beim Genuss zahlreicher Drogen. Eine schier fantastisch verlaufende Kariere fand hier sein viel zu frühes Ende. Zu diesem Zeitpunkt war Deep Purple schon längst Geschichte.


Joe Satriani (geboren am 15. Juli 1956 in Westbury [New York]) war der Rettungsanker der Band. Durch seine Mitarbeit spielten sich alle Beteiligten wieder in vorher nicht mehr gekannte Himmelsphären. Der Zoff mit Ritchie war endgültig vergangen und die noch offenen Wunden wurden getrocknet. Der getreue Blackmore-Verehrer wollte jedoch nicht den vakanten Platz im Herzen der Band. Seine Solo-Kariere lief gerade an und noch heute verzaubert er mit feinen Klängen das Innenohr von somanchem Fan der guten Mucke.


Die Band vom Untergang rettete schließlich erneut ein Ammi. Steve Morse (geboren am 28. Juli 1954 in Hamilton, Ohio) spielte erst einige Probekonzerte mit der Band. 1995 war er offiziell der neue Gitarrenbeauftrage. Ein irre gut spielender Musiker mit schon reichlich Erfahrung konnte dem Gitarrenhexer dann doch entzaubern. Er ist der Gitarrist mit der längsten Bandgeschichte. Selbst im Laufe der Zeit zur Legende herangereift griff er treu zur Band stehend zu den purpurnen Sternen. Seine Frau erkrankte schwer. Er entschied sich für die Pflege und fürs gemeinsame Erleben mit seiner Ehegattin.


Simon McBride (geboren am 29. April 1979 in Belfast) sollte Morse 2022 einst nur vertreten. Der Nordire blieb von da an. Er wurde bald festes Mitglied der Band. Mit ihm kehrt die Band zu ihren britischen Wurzeln zurück. Zusammen mit den anderen nun auch neu formierten Mitgliedern entert er die Bühnen dieser Welt. Er schlägt den Bogen zurück zum scheinbar unbeschwerten Anfang. Er ist ganz sicher ein Jungbrunnen im Kreise der doch deutlich älteren Kollegen. Noch einmal haben es alle in der Band verbliebenen geschafft einen respektabelen Ersatz für einen Ausnahmegitarristen zu finden. Ich bin mir sicher er wird auch seine Vorgänger ebenbürtig entgegentreten und im Sinne der Band immer besser werden.

 
 
 

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