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Live 13. Jazz Festival Frankfurt 1972 - Et Cetera

Es knirscht Live gewaltig

Im März fanden die Aufnahmen zum Album KNIRSCH in Deutschland statt. Zu jener Zeit trat die auf dem Album zu hörende Band wohl auch in Frankfurt auf. Der Auftritt wurde mitgeschnitten.

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Die Angaben zum Datum des Auftrittes schwanken. So soll wohl es am 25.03.1972 stattgefunden haben. Andere Aussagen berufen sich auf ein Konzert am 15.04.1972. Das Festival ereignete sich laut der Stadtchronik vom 24.03. bis zum 26.03.1973. Über den Hessischen Rundfunk wurde das Festival mit organisiert. Das erklärt auch die Radio-Stimme am Ende der Aufnahme.

Egal wann das Konzert aufgenommen wurde, so kann man sich diese Aufnahmen jedoch als Bootleg anhören. Ein wenig übersteuert hört man aber tolle Musiker vereint in einer tollen Klangkulisse.

 

Neben Wolfgang Dauner (Keyboards) und Fred Braceful als Percussionisten stand noch der Basser Günter Lenz auf den Brettern die die Welt bedeuten. Neben diese drei Gesellen vertrieben sich Larry Coryell an der Gitarre und Jon Hiseman an den Drums die Zeit. In der gut einen Stunde spielten sie drei Titel der erwähnten LP.

 

Mit "Tuning Spread" beginnt die Aufnahme. Larry lässt schon auf den ersten Metern nichts anbrennen. So muss Jazz-Rock klingen. Ein wenig wirr und irre - im Tempo geht es toll ab. Bis zum Mittelteil. Hier wird ganz verhalten soliert. Als in sich ruhende Inspiration lässt sich diese Passage besser beschreiben. Zum Ende hin fängt Larry alles wieder ein. Einfach schick das Ganze und nicht eine Minute kommt lange Weile auf. 

 

Als nächstes folgt "Yin". Auf dem Album gut 10 Minuten lang wächst es hier über mehr als das Doppelte der Spiellänge. Wieder hören wir eine kräftige Prise Jazz-Rock. Larry spielt irre schnell zu Beginn. Im Anschluss zeigt er sein Können zur Gänze. Dann fällt mit den Drum-Solo alles zusammen. Der Song startet neu durch. Jetzt ist Wolfgang dran. 

 

Als letzten Song hören wir "The Great Escape". Um einiges kürzer als beide Songs zuvor; jedoch doppelt so lang wie auf der LP. Es geht auch hier wieder turbulent zu. Melodiös geht es dem Finale entgegen. Wieder entfaltet sich eine entschlossene Band und eröffnet dem Publikum einen tollen Anreiz zum Kauf des Albums. 

 

Das Bootleg ist eine Dokumentation der außergewöhnlichen Fähigkeiten aller auf der Bühne aktiven Musiker. Es ist wohl die einzige erhaltene Live-Aufnahme diese Formation. Allein schon aus diesem Grunde eine Bemerkung wert. 

 

Beachtenswert ist noch, dass Wolfgang Dauner sich hier deutlich zurück nimmt. Er lässt dem Gitarristen abspult viel Raum um sich zu beweisen. So etwas hat Larry auch zu diesem Zeitpunkt längst nicht mehr nötig. Es ist jedoch toll zu mitzuerleben mit welchem Respekt er vom Rest der Band in den Mittelpunkt gerückt wird. 

 

Ein echtes und wahres Stück Jazz-Rock mit allem was dazu gehört. Ein jeder sollte diese Aufnahmen einmal gehört haben. Schade, dass es als inoffizielle Veröffentlichung zu wenig Anerkennung fand. 

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